Monika Littau / Strohmeyer

Monika Littau / Strohmeyer
E-Mail:
LittauMM[at]@t-online.de
Internet:
www.monika-littau.de

Monika Littau (Strohmeyer), wurde 1955 in Dorsten geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Geografie und Musikwissenschaft in Bochum und Münster arbeitete sie mehr als 20 Jahre in Forschung, Bildung und Kultur-/Literaturförderung, zuletzt im Kulturministerium Nordrhein-Westfalen. Sie lebt heute als freie Autorin im Ruhrgebiet und im Rheinland. Sie verfasst Lyrik, Prosa, Kinderliteratur, schrieb für Hörfunk und Bühne und veröffentlichte Sachbücher. Zuletzt erschienen das Kinderbuch Alphabetta in Alphabettanien (2007) und der Lyrikband beim überschreiten des taupunkts (2011). Vom Sehen und Sagen. Die Buchela ist ihr erster Roman. Für ihre literarische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet: Nominierung für den Deutschen und Internationalen Kurzgeschichtenwettbewerb in Arnsberg, Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen, Arbeitsstipendien des Landes Nordrhein-Westfalen und des International Writers and Translators’ Center of Rhodes (iwtcr).

über malungen.

Monika Littau
über malungen.
Gedichte
Edition Virgines
2016

Es handelt sich um Gedichte
zu Gemälden und Skulpturen, beispielsweise zu Mary Heilmann und Nils Udo,
zu Malerinnen und Malern,
zu Wahrnehmungen,
zu Projektionen,
zum Glück und Fluch von Bildern...

Im Nachwort von Prof. Dr. W. Kubin heißt es:
"Wer übermalt, malt auf etwas Gemaltes. Wer schreibt, schreibt auf etwas Geschriebenes. Ob Malerin oder Poetin, in beiden Fällen entstehen Palimpseste, Botschaften aus einer vergangenen und einer gegenwärtigen Welt. Die Dichterin als Botin einer Muse, die wir gern treffen würden: 'wir wären so gern empfänglich'."

Besonders freut es mich, dass die amerikanische Künstlerin Mary Heilmann sechs Bilder aus ihrem Werk für den Lyrikband zur Verfügung gestellt hat.

postpoetry NRW.

Monika Littau
postpoetry NRW. Poesiebotschaften aus fünf Jahren.
Edition Virgines
ISBN 9783944011394

postpoetry NRW. Poesiebotschaften aus fünf Jahren.

Ein Projekt der Gesellschaft für Literatur NRW., hrsg. v. Monika Littau, mit Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, der Kunststiftung NRW sowie des VS NRW.

  

ICH BIN BUNT

Monika Littau
ICH BIN BUNT
Verlag Satzweiss 2013,
erhältlich als kindle edition

Ich bin bunt

Unterschiedlicher könnten die Protagonistinnen dieser Erzählungen nicht sein! Die eine betreibt ein Dessous- und Sockengeschäft, die andere ist „Familienmanagerin“, die dritte leitet ein Kunstmuseum.
Aber alle drei sind zwischen Vergangenheitsbewältigung und Zukunft, Innen und Außen, Vernunft und Gefühl auf der Suche nach dem richtigen Platz in ihrem Leben und wollen etwas verändern. „Ich töne innen“, sagt beispielsweise die Mutter mit dem Hörsturz, „und bald will ich auch außen tönen.“ Das Braunkarierte der Kinderkleidung wird abgestreift und an die Stelle tritt die Erkenntnis: „Ich bin bunt.“

Drei starke Geschichten von Monika Littau.

Verlag Satzweiss 2013, erhältlich als kindle edition

  

Fritzi erblickt das Licht der Lesewelt

Monika Littau
Fritzi erblickt das Licht der Lesewelt
Erstlesebuch / Kinderbuch
Autumnus-Verlag

Fritzi findet

Bilderbuch mit Illustrationen von Sybille Ender

Fritzi findet Tassen und Töne, Spritzgesichter und Spinnen, Klänge und Knoop, den Tischhalter im Zugabteil. Überall gibt es für sie etwas zu entdecken.
Nur Mama versteht nicht, warum Fritzi dauernd herumtrödelt.
Dabei wollen sie heute Oma besuchen!

(Hardcover, 21,5 x 30,5, ISBN 978-3-93851-27-2, 12,90 €)

Kindergarten/erstes Lesealter

  

Vom Sehen und Sagen.

Monika Littau
Vom Sehen und Sagen.
Die Buchela.

Biografieroman
Universitätsverlag Brockmeyer

ISBN: 978-3-8196-0848-3

Alles, was Buchela sich wünscht und liebt, scheint ihr verloren zu gehen: Der Lieblingsbruder bei einem Unfall, der Vater im 1. Weltkrieg, das ersehnte Kind stirbt bei der Geburt, und während des Nationalsozialismus wird ihre Familie wie alle Sinti und Roma als asozial und kriminell verfolgt. Die Mutter stirbt in Auschwitz. Wäre da nicht ihre Gabe, Buchela würde an diesem Leben verzweifeln. Doch ihre Vorhersage, dass Konrad Adenauer 1949 den Wahlsieg erringen wird, macht sie schlagartig berühmt. Madame Buchela wird zur Pythia von Bonn.

Zum Inhalt: Ende des 19. Jahrhunderts wird Margaretha S. unter einer Buche geboren. Das
zumindest behaupten die Eltern und deshalb geben sie ihr den Zigeunernamen Buchela. Die Buche, glauben sie, wird dem Mädchen Glück bringen. Bald hat Buchela jedoch Zweifel, ob sie tatsächlich so geboren wurde, wie es die Eltern beschrieben. Und das Glück, das ihr dieser Name bringen sollte, scheint verschwunden: Der Tod ihres Lieblingsbruders bringt sie ins Waisenhaus, den Vater verliert sie im 1. Weltkrieg, ein ersehntes Kind stirbt bei der Geburt. Schließlich spitzt sich die Lebenssituation der Sinti-Sippe während des Nationalsozialismus zu: Verfolgt und verschleppt als Asoziale oder Kriminelle werden Buchelas Mutter und die Hälfte ihrer Sippe in Auschwitz umgebracht. Selbst die Stieftochter, leibliches Kind ihres im Krieg gefallenen Mannes, entgleitet ihr durch Alkoholkonsum. Über all die Jahre ist ihr nur ihre Gabe geblieben, die schon die Mami, die Großmutter, besaß und die Buchela in der Nachkriegszeit schlagartig berühmt macht, als sie den Wahlsieg Konrad Adenauers 1949 voraussagt. Das Sehen und Sagen ist ihre Aufgabe - da ist Buchela sich sicher. Ihre Kundschaft kommt aus den besten Kreisen: Politiker, Schauspieler, Adlige, aber auch einfache Menschen, die stundenlang warten, bis sie zu ihr vorgelassen werden. Der Rundfunk bittet um Interviews, die Zeitungen fragen nach ihren Prognosen für das neue Jahr. Ihre Arbeit als Wahrsagerin bleibt jedoch nicht unangefochten. Durch ein verdeckt arbeitendes Filmteam der DDR wird sie der Lächerlichkeit preisgegeben. Im entstandenen Dokumentarfilm wird die „Bundeswahrsagerin" als Scharlatan und die westdeutsche Politik als mittelalterlich und auf Aberglauben fußend dargestellt. Die zunehmend verwirrte alte Frau wird gequält von Erinnerungen an die Toten in ihrem Leben. Da schickt ihr der glückliche Zufall eine Gadsche-Frau ins Haus, die es gut mit ihr zu meinen scheint. Regelmäßig besucht sie die alte Dame und nimmt sie schließlich zu einem Besuch mit in ihr eigenes Haus.
Von diesem Ausflug kehrt Buchela nicht mehr zurück....

Erzählt wird aus der Perspektive Buchelas in der Chronologie ihres Lebens (1899-1986)

Leseprobe

  

Beim Überschreiten des Taupunkts

Monika Littau
Beim Überschreiten des Taupunkts
Gedichte
Taschenbuch
Universitätsverlag Brockmeyer

ISBN-13: 978-3819607851

Als Taupunkt bezeichnet die Physik und Meteorologie den Temperaturpunkt, an dem Kondensation einsetzt. Bei unterschiedlicher „Verdichtung“ werden Teilchenverbindungen fest, flüssig oder gasförmig. Damit verbunden sind Prozesse des Schmelzens und Erstarrens, Kondensierens und Verdampfens, des Sublimierens und Resublimierens. Auch die Philosophie kennt den Begriff des Aggregats oder der Elementverbindung.

Die Gedichte im Lyrikband „beim überschreiten des taupunkts“ spielen mit diesen Kategorien. Vordergründig wird die Natur angesprochen, etwa im Text  „BEIM ÜBERSCHREITEN DES TAUPUNKTS 2“, in dem es heißt: „schwebend nachtgeweb grau/perlenschnur in den baum gehängt/noch prickelt ein bild/aku punktur des sehnervs.”

Dahinter scheinen Bilder von Umschwüngen auf: der Wahrnehmung, des Gefühls, der Erinnerung, des Bewusstseins.

Wolfgang Kubin bemerkt in seinem Geleitwort:
„Monika Littau ist Augenmensch, und so entwirft ihr lyrisches Ich eine Welt der Natur, die wir kennen und doch nicht kennen.(…) Und eben dies ist es, was gute Dichtung ausmacht: Daß sie zum Innehalten zwingt, zur Frage, wer spricht, wenn das Ich nicht spricht (…), was Wahrheit sei, wenn diese sich bei jeder Aktion verschiebt (…), wenn der gelungene Vers den Leser eigentlich so wenig braucht wie ein Hase den Jäger (…).“   

Alphabetta in Alphabettanien

Monika Littau
Alphabetta in Alphabettanien
Erstlesebuch / Kinderbuch
mit Illustrationen von
Christine Bozler
Geest-Verlag

ISBN 978-3-86685-078-1


mit Spiele-Begleitheft:
ISBN 978-3-86685-088-0


Alphabetta in Alphabettanien mit Illustrationen von Christine Bozler

Alphabetta, die Hauptfigur der vorliegenden Geschichte, ist Erfinderin und „Frau Dampf" in allen Gassen Alphabettaniens. Das Besondere an ihren Erfindungen ist, dass sie allesamt aus Buchstaben bestehen. Alphabetta erfindet nicht nur für sich selbst. Auch für Mücke, Ulknudelulla, die wilde Hilde-Mathilde und Emil, den Dichter, lässt sie sich etwas ganz Besonderes einfallen. Und diese Ideen sind höchst ansteckend!

Mit diesem Bilder- und Erstlesebuch entdecken Kindergarten- und Grundschulkinder lesend und spielend die Welt der Buchstaben. Ihre Freude am Malen, Bauen und Erfinden wird angeregt.

Kindern und ihren Eltern bietet das Begleitheft viele kreative Ideen zum Spielen. Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher gibt diese Beilage wertvolle Anregungen für ihre pädagogische Arbeit.

Die Illustratorin, Christine Bozler, stammt aus Nürtingen und studiert derzeit an der Philipps-Universtität in Marburg u. a. Malerei.


Himmelhunger - Höllenbrot

Monika Littau
Himmelhunger - Höllenbrot
Erzählung
Verlag: Sachau, Klauspeter
(2000)

ISBN-10: 3980550338
ISBN-13: 978-3980550338

Himmelhunger - Höllenbrot

Ulla ist Hungerkünstlerin. Sie möchte alles hinter sich lassen: ihren Körper, ihre Familie, ihre Freunde, möchte reiner Geist werden. Himmelhunger. Dann aber sind da Versuchungen und Zwänge, Rückfälle, Verzweiflung und Ekel. Höllenbrot. „Himmelhunger – Höllenbrot“ ist eine Erzählung in vierundreißig Stationen über den Versuch, leichter zu werden. Im Mittelpunkt steht die Hungerkünstlerin Ulla, die alles - Körper, Familie, Freunde – hinter sich lassen und „reiner“ Geist werden möchte. Monika Littau setzte sich in dieser Publikation mit dem Thema Magersucht auseinander.

"Spitze Ohren hatte das Tier. Das Schwänzchen wackelte hin und her. Die Haut glänzte fettig. Gut, dass das Ferkel die Augen geschlossen hatte. Das Geburtstagskind Christoph goss ein Glas Bier über den Körper und begann jetzt, kurz vor dem Ende der Garzeit, selbst die Kurbel zu drehen. Sie quietschte erbärmlich. Christoph war Fotograf bei der Zeitung und machte nun noch ein Foto von dem Schwein und den darumstehenden Gästen, ehe das Ferkel zerstückelt wurde. Strahlende, erwartungsvolle Gesichter starrten auf das Tier im Mittelpunkt, als Christoph nun das große Messer ansetzte. Beifall, als er das erste Stück herausgeschnitten hatte und auf eine große Gabel spießte. „Los, holt Teller! Worauf wartet ihr noch?“."


Paare pur und Plagiate

Monika Littau
Paare pur und Plagiate
Lyrik und Prosa in vier Monden
1992

ISBN-10: 3980260747
ISBN-13: 978-3980260749

Paare pur und Plagiate
Lyrik und Prosa in vier Monden

In „vier Monden“ beschreibt die Autorin in „Paare pur und Plagiate“ im ständigen Wechsel der Stil- und Stimmungslagen Beziehungsprozesse, wohl wissend, dass über Liebe und erst recht über den Mond nicht mehr gesprochen werden kann, ohne in die Nähe des Plagiats zu geraten.

Mo 1
(für A.)

Die Nacht ist hinter
den Mond gerollt
im Garten mit heißen
füßen im Taugras
verwünsche ich ihn
im Haus lese ich ihn
hinter die Zeilen
Du, mein Geliebter,
bist wie die Nacht
und hast mir den Mond
auf den Hals gehetzt
jetzt scheint er mir
durch die Rouleaus

na, komm schon, sag ich
ganz oder gar nicht
und öffne das Fenster
da fällt mir der Mond
ins Haus
da kugelt die Nacht
vom Fensterbrett
da wirft sie mir noch
die Vase um
da reicht´s
gute Nacht


Auszeichnungen

 


1988 erhielt Monika Littau den Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler der Landes Nordrhein-Westfalen. 1992 unterstützte der Kunst und Kulturfonds der Stadt Witten die Arbeit am Manuskript „Paare pur und Plagiate“. Schließlich erhielt sie 1999 für ihre Arbeit an „Himmelhunger – Höllenbrot“ ein Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Monika Littau ist eine vielseitige Autorin. Lyrik und kurze Prosa verwendet sie in ihren ersten schriftstellerischen Arbeiten. Eine zweite Phase ist gekennzeichnet von Texten über Erfahrungen und Beobachtungen während diverser Auslandsaufenthalte. In ihren neueren Arbeiten sucht Monika Littau Literatur mit anderen Medien zu verbinden... Besonders bemerkenswert ist ihr neuestes Experiment „Lyrikvideo“. Hier erprobt Monika Littau neue Präsentationsformen von Lyrik für ein neues Publikum.
„Der Goldfisch“ ist der Versuch, das Bildhafte der Sprache in visuelle Bilder und auditive Stimmungen umzusetzen, ohne zu doppeln, aber auch ohne zu stark zu kontrastieren. Ihr Lyrikvideo ist ein geglückter Versuch, einen sehr persönlichen Text durch die Einheit von Sprache, Bild und Musik zu entpersönlichen und auf eine symbolische Ebene zu heben.“ (aus der Laudatio zum Förderpreis für junge Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen)