Monika Littau | Beim Überschreiten des Taupunkts

Monika Littau
Beim Überschreiten des Taupunkts
Gedichte
Taschenbuch
Universitätsverlag Brockmeyer

Als Taupunkt bezeichnet die Physik und Meteorologie den Temperaturpunkt, an dem Kondensation einsetzt. Bei unterschiedlicher „Verdichtung“ werden Teilchenverbindungen fest, flüssig oder gasförmig. Damit verbunden sind Prozesse des Schmelzens und Erstarrens, Kondensierens und Verdampfens, des Sublimierens und Resublimierens. Auch die Philosophie kennt den Begriff des Aggregats oder der Elementverbindung.

Die Gedichte im Lyrikband „beim überschreiten des taupunkts“ spielen mit diesen Kategorien. Vordergründig wird die Natur angesprochen, etwa im Text  „BEIM ÜBERSCHREITEN DES TAUPUNKTS 2“, in dem es heißt: „schwebend nachtgeweb grau/perlenschnur in den baum gehängt/noch prickelt ein bild/aku punktur des sehnervs.

Dahinter scheinen Bilder von Umschwüngen auf: der Wahrnehmung, des Gefühls, der Erinnerung, des Bewusstseins.

Wolfgang Kubin bemerkt in seinem Geleitwort:
„Monika Littau ist Augenmensch, und so entwirft ihr lyrisches Ich eine Welt der Natur, die wir kennen und doch nicht kennen.(…) Und eben dies ist es, was gute Dichtung ausmacht: Daß sie zum Innehalten zwingt, zur Frage, wer spricht, wenn das Ich nicht spricht (…), was Wahrheit sei, wenn diese sich bei jeder Aktion verschiebt (…), wenn der gelungene Vers den Leser eigentlich so wenig braucht wie ein Hase den Jäger (…).“   


ISBN-13: 978-3819607851