Heinrich Peuckmann | Die lange Reise des Herrn Balzac

Heinrich Peuckmann:
Die lange Reise des Herrn Balzac
Roman
Lychatz Verlag

Am 5. September 1847 beginnt der französische Schriftsteller Honoré Balzac (1799-1850) eine lange Zugreise von Paris bis in die Ukraine. In ganz Europa ist er durch sein imposantes Romanwerk, die „Menschliche Komödie“, bekannt. Auch die reiche ukrainische Großgrundbesitzerin, Eva Hanska, eine große Verehrerin seiner Romane, hat ihm Liebesbriefe geschrieben. Mit ihr möchte er sein Leben fortsetzen und sich erholen von den unglaublichen Strapazen, die er beim nächtlichen Schreiben, vor allem beim Verstecken vor seinen Gläubigern erdulden musste. In Träumen und Erinnerungen werden wichtige Stationen seines Lebens deutlich. Seine Kindheit, geprägt von einer Mutter, die ihn nicht mochte, seine Begegnungen mit den Schriftstellern Heinrich Heine und George Sand, Geliebte von Chopin, seine heimlichen, burlesken Liebesgeschichten, seine Abenteuer auf der Suche nach Geld. Ein buntes, ebenso komisches wie tragisches Leben wird sichtbar. Aber auch während der Zugfahrt mit überraschenden Begegnungen lässt ihn die Angst nicht los, jemand könnte ihm unerlaubt folgen. Keiner der neugierigen Pariser Journalisten soll wissen, wohin er fährt, und vor allem keiner der Gerichtsvollzieher, die wie Kletten an ihm hängen.